6 Läufer*innen, 4 Tage, 147,68 km, 1,5 l Champus, 1 Muskelfaserriss. Unzählige Erinnerungen.

Vor über einem Jahr wurde der Plan geschmiedet: eine gemeinsame Laufreise. Wohin? Nach Leiden in die Niederlande. Warum ausgerechnet dorthin? Wegen des Hashtags: #leideninleiden – fanden wir witzig. 😅
Dass es sich dabei um eine selbsterfüllende Prophezeiung für die meisten von uns handeln würde, ahnte damals niemand von uns. Doch der Reihe nach.

Am Freitag, den 8. Mai, ging es per Zug über Amsterdam nach Leiden. Bis zum Lauf am Sonntag gab es also genügend Zeit für Strandspaziergänge und Abendessen im Sonnenuntergang an der Nordseeküste, legendäre Spieleabende, eine Grachtenfahrt durch Leiden, gemeinsames Kochen, Abholung der Startunterlagen, Sonnenbaden auf unserer Terrasse am Wasser, ausgiebiges Kohlenhydrat-Laden und einen gemeinsamen Shake-Out-Run.


Dann kam der Sonntag – Raceday.
Bestandsaufnahme vor dem Lauf:
- 2 Läuferinnen mit holpriger Vorbereitung und dem Wunsch, auf die 10-km-Distanz umzumelden,
- 1 Läufer mit einem schmerzhaften Sturz eine Woche vor dem Rennen,
- 1 Läufer mit “frisch” auskuriertem Infekt,
- 1 Läufer ohne einen einzigen Trainingslauf über 30 km,
- 1 fitter, gut vorbereiteter Läufer.
Und was kam dabei heraus? #leideninleiden.
Kurzfassung: zwei DNS, ein Muskelfaserriss nach Kilometer 6, spürbare Nachwirkungen eines Infekts, ein schmerzendes Knie mit Gehpausen und ein Lauf, der wie geplant durchgezogen wurde.

Doch die Stimmung ließen wir uns davon nicht verderben. Zurück in der Unterkunft wurde die mitgebrachte Magnumflasche Champagner auf unserer Sonnenterrasse gebührend geleert, bevor wir dieses unvergessliche Wochenende mit einem letzten Abend an der Nordsee ausklingen ließen. Austern, Wein, Sonnenuntergang und sechs Freund*innen. Ein perfekter Abschluss für ein perfektes Wochenende.
Denn es geht ja bekanntlich nicht nur ums Laufen. 😉

